Demo am 07.08.: Reclaim your Kiez! Kein Raum für Rassismus in TK!

Ein*e junge*r Antifaschist*in wird in Köpenick mit dem Hitlergruß angepöbelt und bedroht. Eine Frau mit Kopftuch ist mit ihrem Kind im Kinderwagen unterwegs und wird am S-Bahnhof rassistisch beleidigt und angeschrien. Ein Journalist wird an seiner Wohnadresse von Nazis belagert. Ein Imbisswagen in der Dörpfeldstraße wird mit Gewaltphantasien besprüht und mit Säure beschädigt. Am S-Bahnhof Adlershof wird eine Schwarze Person mit dem N-Wort beschimpft und geschlagen.

Solche Vorfälle sind Alltag in Treptow-Köpenick. Nazis und Rassist*innen machen sich wie selbstverständlich im öffentlichen Raum breit. Die höchsten Wahlergebnisse der NPD in ganz Berlin wurden in der Köllnischen Vorstadt erzielt, jetzt hält ein AfDler das Direktmandat für Adlershof im Berliner Abgeordnetenhaus. Dazu kommt ein gesellschaftlich tief verwurzelter Rassismus. Denn rassistische Gewalt geht nicht nur vom rechten Rand aus, rassistische Gewalt ist deutsche Normalität.

Das zeigen Wir auf. Das klagen Wir an. Dagegen kämpfen Wir. Und rufen Euch auf, das Gleiche zu tun: Reclaim your Kiez! Gebt Rassismus keinen Raum in TK!

Kommt am Samstag, den 7. August, um 14 Uhr zum Vorplatz des S-Bahnhof Köpenick. Seid laut. Seid unbequem. Seid da.

Wir zeigen den Nazis, dass TK kein ruhiges Pflaster für sie ist. Und Wir zeigen der weißen Dominanzgesellschaft, dass ihre Normalität gewalttätig ist.
Denn wer von Rassismus profitiert, hat die Pflicht an sich selbst zu arbeiten und solidarisch gegen rassistische Strukturen zu kämpfen. Am 7. August tragen Wir diesen Kampf auf die Straße, aber kämpfen werden Wir ihn jeden Tag.

Wir selbst sind junge Antifaschist*innen aus Treptow-Köpenick. Die meisten von uns sind in der rassistischen Normalität privilegiert. Deshalb stehen Wir solidarisch an der Seite von Betroffenen rassistischer Gewalt.
Wir arbeiten mit dem Register Treptow-Köpenick zusammen, das extrem rechte und diskriminierende Vorfälle erfasst: https://berliner-register.de/treptow-koepenick
Hier könnt auch ihr Vorfälle melden, wenn ihr solche erlebt oder Zeug*in werdet.

Infos auch auf Twitter: @ReclaimYourKiez
und Instagram: @ReclaimYourKiez

Nach der Soliparty ist vor der Soliparty

„Nach dem Strafbefehl ist vor der Soliparty“ geht in die zweite Runde!

Der Staat und seine Schreibtischtäter*innen sitzen uns leider immernoch im Nacken. Um unsere entstandenen Repressionskosten decken zu können, feiern wir am 26.5. mit euch ’ne dicke Sause! Ob Kopfnicker*in, Barhüter*in oder Raver*in, für den Freundentaumel wird garantiert!

Diesmal mit dabei:

LIVE:

  • Torkel T (Rap/Berlin)
  • Lady Lazy (Rap/Berlin)

DJ*anes:

  • FemHoolz (Deutschrap/Trap)
  • Wresker (Drum & Bass)
  • ContraFetti Soundsystem (Happy Hardcore/90er Rave)
  • Goldale (Techno)
  • Ohne Namen (80er/Trash)

Außerdem:

  • Feinste Mukke ausser Dose
  • mehr als gute Bowle

und…

SCHNAPS, SCHNAPS, SCHNAPS!


Bringt eure Brudis* und Schwestern* und seid dabei!

26.5. | ZGK Scharnweberstraße 38 (Friedrichshain) | 21:00 Uhr

> Facebook-Veranstaltung <

Kein Raum für rechte Hetze! Weg mit dem AfD-Büro in Berlin-Johannisthal!

Zwei Jahre AfD-Büro in Johannisthal, wieder und wieder rassistische und diskriminierende Vorfälle, ein sich ausbreitendes Klima, das nicht alle Menschen hier willkommen heißt: Das ist erschreckend viel Raum für braun-blaue Gesinnung! Dem wollen wir etwas entgegensetzen, denn Johannisthal ist unser Kiez!

In der Winckelmannstraße 31 in Johannisthal haben die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses der AfD Martin Trefzer und Frank Scholtysek offiziell ihr Büro. Genutzt wird das Büro aber hauptsächlich vom Treptow-Köpenicker AfD-Verband, um von dort Hass und Hetze gegen alle zu verbreiten, die nicht in dessen menschverachtende Ideologie passen. Die Räume werden ihnen von der R&W Immobilienanlagen GmbH zur Verfügung gestellt. Von dort aus versuchen sie, neue Anhänger*innen zu gewinnen und ihre Politik der Ausgrenzung voranzutreiben. Unter dem Deckmantel des Hausmeisterservice des AfD-Mitglieds Oliver Lamprecht fand sich die lokale AfD dort schon vor der offiziellen Nutzung zusammen. Über diese Zweckentfremdung wurde R&W informiert, jedoch haben sie nichts dagegen unternommen. Nach mehreren Versuchen R&W zu überzeugen, das Mietverhältnis zu beenden, um menschenverachtenden Einstellungen keinen Raum zu bieten, ist bis heute nichts passiert. Stattdessen verteidigte die R&W ihre Vermietung an die rechtsradikale AfD. Damit geben wir uns nicht zufrieden!

Als ob das AfD-Büro nicht schon genug brauner Dreck für den Ortsteil wäre, wohnt in Johannisthal auch der stadtbekannte Neonazi Julian B.. Er fiel schon in der Vergangenheit durch ständige Hakenkreuz-Sprühereien, Verkleben rassistischer Plakate und Angriffe auf Antifaschist*innen in Johannisthal auf. Zudem ist er einer der Drahtzieher der von Neonazis verübten Anschlagsserie im benachbarten Süden Neuköllns. Dabei wurde unter anderem eine Buchhandlung und ihr Betreiber Ziel mehrerer Angriffe, nachdem dort Ende 2016 eine AfD-kritische Veranstaltung stattfand. Diese Anschlagsserie in Neukölln dauert bis heute an.

Wir akzeptieren nicht, dass sich Neonazis und andere rechte Hetzer*innen in ihrem Tun sicher und bestärkt fühlen und ohne Widerspruch anderen das Leben schwer machen können. Wir haben keinen Bock darauf, dass sich hier Menschenverachtung und Hass ungehindert breitmachen. Wir wollen nicht, dass sich eine Stimmung etabliert, die Ausgrenzung normalisiert und kleinredet. Und wir machen uns gemeinsam dafür stark, dass Menschen ohne Angst im Kiez und überall leben können!

Auf zur antifaschistischen Demonstration am 24. März:

• Weg mit dem AfD-Büro in Johannisthal!
• Keine Ruhe für die geistigen Brandstifter*innen der AfD und ihre Unterstützer*innen!
• Keine Ruhe für die Täter des rechten Terrors!
• Für ein Klima der Solidarität und Offenheit!

Kampagne „Kein Raum der AfD!“ und Uffmucken Schöneweide

Mehr Infos unter: www.keinraumderafd.blogsport.eu

Auf nach Köpenick: Kein Nazi-Event am 20.01. in Berlin!

Ein Aufruf des Bündnisses Uffmucken:

Antifaschistische Kundgebung: Sa., 20.01. um 12:30 Uhr vor der NPD-Bundeszentrale (Seelenbinderstraße 42 in Köpenick)
Vortreffpunkt: 11:45 Uhr am Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße)

Am Samstag, den 20.01. wollen JN und NPD ein Nazi-Rekrutierungs-Event in der NPD-Bundeszentrale in Berlin-Köpenick veranstalten. Die Mobilisierung für diesen „Vortrags- und Gemeinschaftstag“ lief bisher im Geheimen ab, weil alte und neue Nazis ungestört feiern wollten. Wir machen diesem Plan nun einen Strich durch die Rechnung! Jedes Mal, wenn solche geheimen Veranstaltungen in der NPD-Zentrale stattfinden, wird es in der Umgebung für Menschen, die nicht in die NS-Ideologie von NPD und JN passen, lebensgefährlich. Und auch dieses Mal haben sich die Rechten schon darauf gefreut am Samstag wieder ungestört durch Köpenick ziehen zu können.
Die Anschlagsserie von Neonazis im vergangenen Jahr in Berlin – vor allem in Neukölln, aber auch in anderen Bezirken – dürfte allen noch im Gedächtnis sein. Mittlerweile ist es auch kein Geheiminis mehr, dass NPD-Mitglieder hinten den Taten stecken. Und diese Täter*innen wollen am 20.01. nun noch mehr nationalsozialistische Aktivist*innen anwerben, die sie in ihrer menschenverachtenden Hetze und in ihren schweren Gewalttaten unterstützen. Dafür ist auch ein Musikprogramm geplant: Auftreten soll das Rechtsrock-Duo „Zeitnah“ um Tommy Brandau aus Gotha. Wir rufen dazu auf, dass dieses Nazi-Event nicht ungestört über die Bühne geht!

Keine Ruhe für rechte Gewalttäter*innen!
Kein Nazi-Rekrutierungs-Event in Berlin!
Weg mit der NPD-Bundeszentrale!



NS-Verherrlichung stoppen! Kein Heß-Gedenkmarsch in Spandau



Aufruf des Berliner Bündnisses gegen Rechts:


Neonazis wollen am Samstag, den 19. August 2017, durch Charlottenburg und Spandau marschieren und den größten Nazi-Aufmarsch Deutschlands durchführen. Anlass ist der 30. Todestag von Rudolf Heß, der sich am 17. August 1987 im Kriegsverbrechergefängnis der Alliierten in Berlin-Spandau das Leben nahm. Wir sagen: NS-Verherrlichung stoppen! Kein Heß-Gedenkmarsch in Berlin!

Der Todestag von Rudolf Heß entwickelte sich von Anfang an zum alljährlichen “Jour fixe” der deutschen und europäischen Nazi-Szene. Der angebliche „Friedensflieger“ und bis 1941 Stellvertreter Hitlers wurde zur Symbolfigur von alten und neuen Nazis. Sofort wurde das Gerücht in Umlauf gebracht, Heß sei von den Alliierten umgebracht worden. Aus dem Grund ist das diesjährige Motto “Mord verjährt nicht”. Schon im Jahr 1990 marschierten über tausend Jung- und Altnazis durch Wunsiedel, wo sich bis 2011 dessen Grab befand. Zwischen 1991 und 2000 wurden die Aufmärsche gerichtlich verboten. Anschließend durften Demonstrationen durchgeführt werden und mehrere tausend Alt- und Neonazis kamen zum Gedenken an den Hitlerstellvertreter Rudolf Heß.

In seinen Schlussworten bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, sagte Rudolf Heß, dass er “nichts bereue” und das er als Nationalsozialist ein treuer “Gefolgsmann” des Führers war. Diese Worte brachten ihn folgerichtig bis zu seinem Lebensende in das Gefängnis. Sie spiegeln aber auch das Selbstbild und Selbstverständnis heutiger Neonazis wieder. „Rudolf Heß – Märtyrer des Friedens“: unüberhörbar hallte diese geschichtsklitternde, NS-verherrlichende Parole viele Jahre durch das kleine oberfränkische Provinzstädtchen Wunsiedel. Diese Parole war auch wieder auf dem Neonazi-Konzert „Rock-gegen Überfremdung“ Mitte Juli In Themar, zu hören auf dem 6000 Neonazis aus Deutschland und den Nachbarländern zusammenkamen.

Das neonazistische Gedenken an Rudolf Heß stellt somit ein Teil einer genuin national-sozialistischen Erlebniswelt dar. Es sollen Traditionslinien zu Personen und Ereignissen aus der Zeit der Nationalsozialismus geschaffen werden. Täter und Täterinnen sollen zu Opfern umgelogen, die deutsche Geschichte soll umgedeutet werden. Es gibt jedoch keinen positiven Bezug auf die verbrecherische deutsche Vergangenheit des Nationalsozialismus. Es kann und darf nicht sein, dass die alten und neuen Nazis durch Spandau marschieren. Ein Aufmarsch ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer von Nazis und Neonazis. Aus dem Grund heißt es: antifaschistischer Widerstand am 19.08. in Spandau!

NS-Verherrlichung stoppen!
Kein Heß-Gedenkmarsch in Spandau!