Archiv für August 2013

ProDeutschland will in Hellersdorf aufmarschieren



ProDeutschland will am 21.August in Kaulsdorf-Nord gegen Geflüchtete hetzen..

Die Politsekte ProDeutschland (LV Berlin) will nun auch (..nach der NPD) die Diskussion um ein Asylbewerber_innen-Lager in Hellersdorf verstärken, kulturrasisstisch aufladen und wahlkampftaktisch instrumentalisieren. Anstatt Geflüchteten ein menschliches Leben in deutschland zu ermöglichen bzw. für die Verbesserungen der Asylbedingungen zu kämpfen, will ProDeutschland am liebsten gar keine Geflüchteten in Berlin und deutschland sehen. (1)

Die Aufteilung von Menschen und Geflüchteten in profitable und unprofitable, „Wirtschaftsflüchtlinge“ und „echte Flüchtlinge“, mehr und weniger schlimm verfolgte, wie sie von ProDeutschland vorgenommen wird, ist für uns nicht akzeptabel – da sie Menschen in unsinnige Kategorien einteilt und ihnen eine unterschiedliche „Wertigkeit“ zumisst. ProDeutschland sorgt sich um Sicherheit und den deutschen „Wohlstand“ – von diesem jedoch dürften nur „deutsche“ und Menschen mit „guter“, also nach ProDeutschland’s Verständnis, angeblich ähnlicher Kultur teilhaben.

„Diese Auffassung basiert auf dem Glauben an eine historisch gewachsene Unvereinbarkeit und Hierarchie der Kulturen; wobei Kulturen als jeweils unwandelbare und sowohl nach innen als auch nach außen abgeschlossene Gebilde vorgestellt werden.

Dadurch werden kulturelle Unterschiede „naturalisiert“, das heißt eine Gruppe wird zunächst als kulturell homogen also gleichförmig definiert. Daraufhin wird das Verhalten der Mitglieder dieser Gruppe aus ihrer Gruppenzugehörigkeit und den vorher unterstellten Eigenschaften abgeleitet.

Solches Denken blendet die subjektive Perspektive der Individuen aus und wie sie sich selbst verorten und welcher Gruppe oder welchen Werten sie sich zugehörig fühlen. Außerdem werden dabei andere Komponenten der Identität ignoriert, wie etwa das Geschlecht, das Alter, die politische Einstellung, die eigene Berufstätigkeit oder das Milieu in dem man sich bewegt.“ (2)

„..wir haben was dagegen!“

Die Hetze seitens nazistischer, (bürgerlich) rassistischer oder reaktionärer Parteien (und Medien) ist -unerträglich- und bietet die Grundlage und den Nährboden für eine gefährliche Stimmung gegen Geflüchtete. RassistInnen fühlen sich dadurch ermächtigt und in ihrem Denken und Handeln bestätigt.

Deshalb rufen wir auf sich am Mittwochmorgen ProDeutschland in den Weg zu stellen und rassistischen, sowie kulturalistischen Denkweisen ganz praktisch eine Abfuhr zu erteilen:

9 Uhr I Mittwoch (21.August) I SpreeCenter (Hellersdorferstraße 77-83)


Den Wahlkampfauftakt zum Desaster machen!
Für mehr „Integrationsunwilligkeit“ – fuck off „deutsche Leitkultur“!
ProSchland in die Wuhle kippen und ggf. auch mal den Schuh zeigen!

Offener linker Jugendkongress in Berlin

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Ein Blick in die Zeitung reicht: Syrienkrieg, Bundestagswahl und die olle Merkel, grabschende Politiker, Finanzkrise – irgendwas läuft doch schief! Alltägliche Horrormeldungen von Kriegen, Krisen, Armut und Umweltkatastrophen sind so normal geworden, dass es eigentlich niemanden mehr juckt.
Doch gleichzeitig regt sich überall Widerstand – die Bilder vom Taksim-Platz in Istanbul gingen um die Welt! In den letzten Jahren gab es viele Aufstände und Revolutionen. Der arabische Frühling oder die riesigen Demonstrationen in Griechenland und Spanien sind nur einige Beispiele.

Und hier?

Armut, Obdachlose, eine Nazigruppe namens NSU und ein Staat, der lieber Leute abschiebt als Nazimorde zu verhindern. Und dann ist da noch diese Finanzkrise – von der auch noch keiner so recht weiß, wie sie zu lösen ist. Die Situation in Südeuropa ist jetzt schon dramatisch und es ist gut möglich, dass sich auch hier die Krise noch stärker auf das Leben der Menschen auswirken wird. Denn beginnen die Probleme nicht oft schon vor unserer eigenen Haustür? Mal wieder abgenervt von Stress in Schule und Uni und dann reicht trotz Arbeit das Geld doch nicht bis zum Ende des Monats? Nazis wollen in Hellersdorf gegen den Bau eines Flüchtlingsheim hetzen? Sarrazin und Buschkowksy labern wieder Scheiße über Migrant*Innen und Deutschland applaudiert? Als wäre das nicht genug, hat man mal wieder keinen Bock, ein U-Bahnticket zu kaufen, und dann kommen noch die allseits beliebten BVG-Kontrolleur*Innen..

Doch geht’s nicht auch anders?

Dieses Jahr organisieren wir* den offenen linken Jugendkongress zum ersten Mal in Berlin. Es gibt so viele Fragen: Was ist eigentlich mit dem Klimawandel? Warum sind alle Sexisten Arschlöcher? Warum demonstrieren Leute am 1. Mai? Warum campen Flüchtlinge am Oranienplatz in Kreuzberg? Was tun gegen hässliche Nazis? Gibt es wirklich keine Alternative zum Kapitalismus? Muss das alles so bleiben oder was können wir machen? Das sind nur ein paar der Sachen, die wir mit euch diskutieren wollen. Alle Menschen, egal wie viel Vorwissen und Plan sie haben, sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, sich zu informieren, vernetzen und mit uns abzuhängen.

Euch erwartet ein Wochenende voller spannender Workshops zu verschiedenen Themen wie Sexismus, (Anti-)Rassismus, Überwachungsstaat, Antifa, Streetart, veganem Kochen uvm. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, gibt es abends Kneipe, Kickern, Theater, Kino und eine fette, fette Party!

Auf die Plätze, fertig, los … 1. offener linker Jugendkongress in Berlin.

Stattfinden wird das ganze am Wochenende vom 23. – 25.08.2013

Beginn: 17 Uhr – 23. August (Samstag) – Bunte Kuh & KuBiZ Weißensee (Bernkastelerstr. 78, 13088 Berlin)

Wir freuen uns auf euch!