Wir sind verschiedenste Jugendliche mit vielfältigen politischen Erfahrungen und Hintergründen aus dem Berliner Bezirk Treptow-Köpenick / Umgebung und haben Anfang November 2012 die Gruppe – chili [tk] – gegründet.

zu scharf für nazis

Wir haben uns zusammengeschlossen um den Nazis nicht mehr länger passiv zu zugucken – sondern diese entschieden und aktiv aus dem Bezirk zu drängen, ihnen Räume, sowie Aktionspotential zu nehmen.
Ständiger Alltagsrassismus und Übergriffe auf Menschen, die nicht in das rassistisch/ nationalistische Weltbild passen, Anschläge auf alternative Einrichtungen und Flüchtlingslager, sind für uns schon längst nicht mehr hinnehmbar!

schöneweide continued

Während den Zeiten der nationalsozialistischen Diktatur und unter Mitwirkung der deutschen Bevölkerungsmehrheit, gab es auch in Treptow-Köpenick viele Verhaftungen und Ermordungen. Jedoch besonders in Oberschöneweide entwickelte sich eine starke (kommunistische) Widerstandsbewegung und so bildete sich in den Jahren 1942-1944 auch die geheime KPD-Zentrale in den Fabrikhallen an der Spree.
Am 26. April 1945 wurde Köpenick von den Soldaten der sowjetischen Armee befreit und somit das Leiden vieler Köpenicker_innen beendet.

Heute versuchen Nazis erneut einen rassistisch/nationalistischen Konsens in Treptow-Köpenick (und auch anderen Teilen Berlins) zu etablieren. Insbesondere in Schöneweide haben sich Nazis einen Rückzugsraum geschaffen aus dem heraus sie bisher ungestört agieren können. Auch jetzt gilt es sich dieser menschenverachtenden Denkweise auf allen Ebenen entschlossen entgegenzustellen!

taste the revolution

Wir sind eine undogmatische Gruppe, die sich radikal gegen Faschismus und Kapitalismus, Rassismus und Sexismus wendet. Die umfassende Bekämpfung von menschenverachtenden Denkweisen ist nur möglich, wenn deren soziale und ökonomische Grundlagen erkannt werden. Dafür ist eine fortlaufende Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse notwendig.

Jedoch geht es uns nicht nur darum, faschistischen Bewegungen den Nährboden zu entziehen, sondern auch darum unser aktuelles Leben frei von Ausbeutung, kapitalistischer Konkurrenz und Unterdrückung bzw. einem ständigen Leistungsdruck führen zu können. Wir streben nach einer solidarischen Gesellschaft, in der sich die Menschen selbstbestimmt zusammentun, um frei von Hierarchien die Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu organisieren – einfach: als freie Menschen glücklich zu werden.

Um diese Idee zu erproben und leben zu können, bedarf es den entsprechenden Freiräumen, in denen der gesellschaftliche Wandel organisiert wird. Praktisch beginnen wir damit in Treptow-Köpenick und werden uns diesen Platz erkämpfen.

Lasst uns für eine bessere Gesellschaft kämpfen: Für ein Ende des Kapitalismus!

Für eine Gesellschaft frei von Grenzen, Unterdrückung, Ausgrenzung und Krieg!

Together we take the future!

chili [tk], August 2013