Du willst bei uns mitmachen oder hast Fragen – dann warte nicht lange und schreib uns einfach eine Mail an :

chili.tk@riseup.net

PGP-Key

Fingerprint: B359 D0E9 B5F0 C04C 3E9A FEB4 AF4D 97D7 2CB6 7E2C

Organisiert euch!

Meistens wird von ‚der Antifa‘ gesprochen und das Bild einer verschlossenen Szene gezeichnet. Das wirkt für manche auf den ersten Blick abschreckend. Wer sich aber die Mühe macht hinter diese Vorurteile zu schauen, entdeckt ganz anderes. Es gibt keine ‚Antifa‘, sondern viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Ideen, Handlungsweisen und persönlichen Geschichten.
Auch heißt ‚Antifa‘ mehr als ‚gegen Nazis‘. Obwohl Nazis immer da sein werden und es sie zu bekämpfen gilt, stehen sie eher für eine Weltanschauung: die Vorstellung es gibt Menschen, die mehr Wert sind als Andere. Und genau dagegen wehren wir uns. Diese Vorstellung spiegelt sich auch in vielen anderen Lebensbereichen wieder. Beispielsweise in der gesetzlichen Abwertung von Geflüchteten, der Verdrängung von Menschen aus ihrem Wohnraum, der Diskriminierung von Menschen auf Grund von Herkunft, Geschlecht, Bildung oder die Ausbeutung von Arbeiter*innen. Alle diese Themen und noch viel mehr sind Teil der antifaschistischen Politik.

Oft kommen junge Menschen zu uns, die sich mit ihrer politischen Einstellung allein fühlen. Sie finden wenig Leute mit denen sie sich austauschen können oder sind selbst von Problemen betroffen. Ob nun Nazistress, Schulstress, zu viel Monat für zu wenig Geld oder das Entsetzen über die Welt in der sie leben müssen. Politische Gruppen sind genau der Ort an dem wir unsere Probleme, Wünsche und Ziele teilen können. An dem wir solidarisch miteinander kämpfen, aber auch mal los lassen können und Spaß haben, ohne sich ständig erklären zu müssen. Politisches Handeln kann anstrengend sein. Prügelnde Bullen, widerliche Nazis und immer die Erkenntnis, dass die Welt so richtig Scheiße ist. Das kann Jede*n von uns fertig machen, aber wenn ihr euch mit anderen zusammen findet, könnt ihr euch auffangen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten finden.
So können wir gemeinsam mehr erreichen. Zu Demos zu gehen ist ein guter Anfang, aber auch der muss vorbereitet werden und nicht nur das. Es gibt viele Möglichkeiten politisch aktiv zu werden, ob nun in Bündnissen gegen Naziaufmärsche, bei der Unterstützung der Refugee-Proteste, bei selbst organisierten Infoveranstaltungen oder um gemeinsam die verhassten Aufkleber zu entfernen und noch viel mehr.

Es ist egal wie viel ‚Wissen‘ oder Erfahrung ihr habt, es kommt allein auf euren Willen zur Veränderung an.
Meldet euch bei bestehenden Gruppen oder setzt euch mit euren Freund*innen zusammen, es stehen euch alle Möglichkeiten offen.
Es ist Zeit die Veränderung zu organisieren!