Selber machen – Internationale Konferenz zu Selbstorganisierung



Aufruf:

Selber machen- Konzepte von Basisorganisierung, Gegenmacht und Autonomie

Programm

Wir machen einen Kongress. Vom 28. bis zum 30. April wollen wir im traditionsreichen Berliner Bethanien zusammenkommen, um uns darüber zu unterhalten, wie eine Selbstorganisierung von „unten“ in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aussehen kann: Im Stadtteil, im Arbeitsleben, in der Kultur.

Gemeinsam wollen wir uns Fragen stellen, auf die die außerparlamentarische Linke Antworten finden muss, will sie ein wirklicher gesellschaftlicher Faktor werden: Wie stellen wir uns Verdrängung und Gentrifizierung entgegen? Wie schaffen wir es, in den Alltagskämpfen unserer Nachbarschaften verankert zu sein? Welche Formen kann die Selbstorganisierung von Frauen annehmen? Wie können im Betrieb und im Arbeitsalltag Prekarisierter Kämpfe gelingen? Wie wehren sich Erwerbslose gegen die Zurichtungen durch das Jobcenter? Wie sieht eine Fabrik unter Arbeiter*innenkontrolle aus? Und welche Formen von Rätedemokratie wollen wir realisieren?

Dabei soll der Kongress einen Rahmen bieten, in dem Aktivist*innen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenkommen und ihre Erfahrungen austauschen, sich über die Perspektiven und Aktionsformen der jeweils anderen informieren können.

Als Internationalist*innen wollen wir zudem einen Rahmen stellen, in dem auch die Erfahrungen von Bewegungen anderer Länder – u.a. der Türkei, Griechenland, Kurdistans und Lateinamerikas – diskutiert werden sollen.

Wir hoffen mit dem Kongress einen Ort schaffen zu können, an dem Impulse für die langwierigen Aufbauprozesse zustande kommen, denen wir alle uns in den kommenden Jahren widmen werden müssen – wenn wir gegen Staat, Kapital und reaktionäre Krisenlösungsstrategien wirkliche Alternativen von links zur Debatte stellen wollen.

Organize! Antikapitalistische Demonstration

Am 30. April 2017 gehen wir gemeinsam auf die Straße. Steigende Mieten, zunehmender Stress vom Jobcenter, rassistische Polizeikontrollen oder fehlende Möglichkeiten und Orte das Leben im Kiez selbst zu gestalten – das alles sind Teile einer sich verschärfenden,kapitalistischen Stadtumstrukturierung, die uns alle betrifft. Unsere Antwort ist Selbstorganisierung von unten! Gemeinsam können wir etwas verändern.
Selbstverwalteter Wohnraum statt Verdrängung

In Berlin wird es immer schwieriger bezahlbaren Wohnraum zu finden oder zu behalten. Besonders Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben, sind davon bedroht, ihre Wohnungen zu verlieren. Die Mieten steigen immer weiter.

Modernisierungen und Sanierungen sind dabei meist ein vorgeschobenes Mittel der Eigentümer_innen, mehr Geld aus Wohnraum zu pressen. Wer die Miete nicht bezahlen kann, wird schon bald zwangsgeräumt und läuft Gefahr auf der Straße zu landen. Das ist bereits heute Realität für tausende Menschen in Berlin. Bezahlbarer Wohnraum wird dringend benötigt! Doch stattdessen werden Eigentumswohnungen und teure Apartments geschaffen und luxussaniert. Statt der „Sozialen Stadt“ erleben wir eine Umstrukturierung, die nur auf finanzstärkere Menschen zugeschnitten ist. Ganz nach dem Motto: „Arme raus – Reiche rein“!

Unsere Antwort auf Verdrängung ist die gegenseitige Unterstützung im Kiez! Wir wollen gemeinsam gegen die Vereinzelung ankämpfen und keinen Menschen allein lassen, der Angst um die eigene Wohnung hat.

(mehr…)

Entschlossen, Radikal, Offensiv: Antifa!

Vor 24 Jahren wurde der Antifaschist und Hausbesetzer Silvio Meier von einer Gruppe Neonazis durch mehrere Messerstiche getötet. Dieser Mord geschah in einer Zeit, in der Brandanschläge und Gewalttaten etliche Todesopfer forderten. Derzeit gibt es viele Parallelen zu dieser Zeit. Die Anzahl der Übergriffe auf Menschen die nicht ins rechte Weltbild passen, nimmt immer weiter zu. Brandanschläge auf Unterkünfte von Geflüchteten gehören zur Tagesordnung. In vielen Gebieten von Sachesen gehören rassistische und neonazistische Parolen zum „guten Ton“, sowie die sich haufenden Angriffe von Rechts. Mit der AfD hat sich eine offen rassistisch auftretende Partei bundesweit etabliert. Rassismus und soziale Ausgrenzung sind Teil des gesellschaftlichen Mainstreams geworden. Auch in der »Wohlfühlstadt« Berlin ist die Situation alles andere als rosig.

Berlin ist im bundesweiten Trend mit dabei, die AfD mit 14,2 % ins Abgeordnetenhaus eingezogen und durch die „Merkel muss weg“ Demos haben wir seit Anfang des Jahres den zweitgrößten bundesweiten neonazistischen Aufmarsch in Berlin. Gleichzeitig wird Berlin immer öfters von spontanen neonazistischen Aktionen heimgesucht, hier seien nur die Aktionen der Identitären Bewegung, die Angriffe von Neonazis in der Rigaer Str. sowie auf die Geflüchtetenunterkünfte, wie in Marzahn-Hellersdorf, Buch oder Karlshorst, und der sogenannte „S-Bahnpisser“ erwähnt.

Es ist an der Zeit, dass die antifaschistische Bewegung wieder in die Offensive kommt. Lasst uns gemeinsam und entschlossen Rassismus und sozialer Ausgrenzung den Kampf ansagen! Organisiert euch! Bildet Banden! Erinnern heißt Kämpfen, Antifa heißt Angriff! Berlin bleibt Gefahrengebiet!

26.11.2016 | 17 Uhr | U5-Samariterstr.

Soliparty – Repressionen wegtanzen!

Der Antifaschistische Schwarz Rote Aufbau (ASRA) verantstaltet eine Soliparty. Der Grund ist so simpel wie auch scheiße! Es gibt mal wieder Repressionskosten. Diese sollen mit der Party gemindert werden,denn wir wollen die vorhandenen Strukturen nicht schröpfen.

Deshalb: kommt am 19.11. ins NewYorck59 (Bethanien) und feiert mit uns,bei guter Laune und gekühlten alkoholischen wie auch nicht alkoholischen Getränken und Cocktails:

Live:

Pommes oder Pizza (Punk)

Torkel T (Zeckenrap)

Patsy Stone (Punk)

Aftershow mit folgenden DJ*annes

NoCapNoStyle (female Hip Hop,Trap)

DJ Astrophat (Hip Hop)

Mutti Cool (Trash, Punk, Liebeslieder)

Kein Platz für Rassismus,Mackertum,Sexismus und Diskriminierung,wir wollen alle einen coolen Abend haben.

Offener Linker Jugendkongress 2016

Dinge verändern sich. Die Richtung entscheiden wir.

Viel ist in der letzten Zeit geschehen und auch wir sitzen dabei nicht auf einer Zuschauertribüne. Das einiges in der Welt eher schlecht läuft ist schon länger klar: Terroranschläge in Bagdad, Umweltkatastrophen auf den Galápagos-Inseln, Krieg in Syrien, hungernde Menschen nicht nur im Südsudan und in Venezuela. Diese Liste ließe sich endlos fortführen. Viele solcher „Tragödien“ haben uns betroffen oder wütend gemacht und ließen uns Dinge in der Welt verändern wollen. Ihr direkter Einfluss auf unser Leben erscheint den Meisten in dieser Gesellschaft jedoch gering. Sie haben gelernt Tragödien zu übersehen oder zu vergessen.
Anders als bei Zuvorgenanntem ist dies bei diversen Ereignissen der letzten Zeit jedoch ungleich schwieriger. Islamistische Terroranschläge in Paris, Nizza und Brüssel mit mittlerweile hunderten Toten, EU-Ausstieg von Großbritannien, Grenzschließungen in Österreich und an nahen Grenzen ermordete oder sterbende Geflüchtete. Nicht zuletzt und in Deutschland sehr stark bemerkbar: Eine Krise des humanitären Hilfssystems für Geflüchtete und der eng damit verbundene Aufstieg menschenfeindlicher Parteien, wie der AfD. Der Einfluss auf unser Leben ist hier offensichtlich und kann nur schwerlich ignoriert werden. Er reicht von der rückwärtsgewandten Umgestaltung der Gesellschaft bis zur direkten Bedrohung unserer Existenz als empathische Subjekte.

Ein großer Teil der Gesellschaft versucht als „Reaktion“ auf diese Bedrohungslage einfach so weiter zu machen wie bisher. So hält er insbesondere an der Marktwirtschaft als vermeintlichem Weg zu Freiheit und gutem Leben für Alle fest. Das diese jedoch ein entscheidener Motor von globalem Leid und Unheil ist, will dieser Teil selbst dann nicht wahrhaben, wenn wieder Menschen vor der eigenen Haustür hungern müßen. Trotzig hält er an seinen Heilsversprechen fest und versucht auch uns für diese zu gewinnen. „Lernt und arbeitet fleißig, dann werden eure Bedürfnisse erfüllt und ihr werdet frei sein!“ lautet eine seiner viel verkündeten Botschaften. Doch wir wissen: Unsere strahlende Zukunft ist eine Lüge von denen die schon in dieser gefangen sind.
Eine gefährlichere Strömung wählt die Menschenfeindlichkeit gleich als eigenes Hauptprogramm. Sie setzt auf Unterdrückung, Abschottung, Abwertung von Menschengruppen und die Zwangsanpassung des Einzelnen zum vermeintlichen Wohle einer konstruierten Volksgemeinschaft. Ihre parlamentarische Manifestation, die AfD, hat es innerhalb weniger Jahre geschafft in diverse Parlamente einzuziehen und kann hier ihre Agenda mit dem Segen der demokratischen Legitimität verfolgen.

Wir wollen Widerstand gegen die rückwärtsgewandten Teile der Gesellschaft leisten und die bereits erkämpften Errungenschaften verteidigen. Gleichzeitig gilt es eigene Antworten auf aktuelle Probleme zu finden. Was kann man gegen neue und alte Nazis tun? Welche Kritik haben wir an Religion? Wie verteidigen wir uns gegen Angriffe von Rechten? Was verstehen wir unter Antikapitalismus?
Unser Ziel haben wir dabei klar vor Augen: Wir wollen das (Zusammen-)Leben ohne Unterdrückung und Ausgrenzung gestalten. Wir wollen gemeinsam und solidarisch in Freiheit leben. Bei unserem Bemühen haben wir das Glück nicht von vorne anfangen zu müssen. Es gibt eine lange gewachsene linke Bewegung mit Wissen und Erfahrungen sowie einer Kultur der Solidarität und des Austauschs. Bei dem kommenden Linken Jugendkongress in Berlin wollen wir uns daher verschiedenen bestehenden Theorien und Ansätzen zur Analyse der Verhältnisse widmen. Wir wollen diese gemeinsam diskutieren und uns auch über eigene Ideen austauschen. Auf keinen Fall zu kurz kommen wird dabei auch die Weitergabe praktischer Fähigkeiten des aktionsorientierten und kreativen Widerstands. Vorausgesetzt wird dabei nichts, außer den Wunsch nach einem besseren Morgen sowie die Bereitschaft gemeinsam nachzudenken und zu handeln.

Kommt zum vierten offenen linken Jugendkongress in Berlin und lasst uns die Zukunft in Angriff nehmen! Lasst uns Neues schaffen, Altes bedenken und eingespielte Schranken überspringen. Lasst uns einander kennenlernen und neue Banden bilden.

Daten und Facts: Der JuKo findet dieses Jahr vom 14.-16. Oktober in Charlottenburg im Schloß19 statt. Für Futtern, Trinken, Unterhaltung, Inputs, diverse Workshops, barrierearme Räumlichkeiten, Mucke, Pennplätze, Entspanntes und Spannendes … ist gesorgt. Natürlich wie immer für umme.

Programm

Facebook-Veranstaltung

Zeitraum: 14. bis 16 Oktober 2016
Ort: Schloss19 (Schlossstr. 19, 14059 Berlin)
Kontakt: juko-berlin[at]systemli.org